Vulkane, Delfine, Wasserfälle und durchzächte Nächte

Mittwoch, 21.09.2016

Ausflug zum Vulkan

Aufgeregt kam ich von der Uni nach Hause und berichtete Winny vom Ausbruch des aktiven Vulkans. Beunruhigt fragte er: "Wie sollen wir uns jetzt verhalten?". Ich hatte sichtlich Spaß daran, ihn an dieser Frage aufzuziehen, denn der Piton de la Fournaise bricht recht regelmäßig aus. Gefahr besteht hierbei keinesfalls, da die Lava direkt ins Meer fließt. Grund genug für uns einen Ausflug an den Ort des Geschehens zu unternehmen. Vier Tage nach der Eruption fuhren wir mit einem geliehenen Auto, zwei Freundinnen und einem interessant wirkenden Studenten der Physik, den wir im Laufe des Auslflugs nur noch Tatschi nannten, zum Vulkan, um die brodelnde Lava zu bewundern. Nach zwei stündiger fahrt über zahlreiche Serpentinen und einer atemberaubend Mondlandschaft aus erkalteter Lava kamen wir endlich an. Erstmal ein wärmendes Getränk und ab zur Aussichtsplattform. Wunderschön und gleichzeitig bizarr spuckte der Vulkan rote Fontänen, als würde er atmen. Die Lava floss in strömen und wir waren deutlich beindruckt. Mittlerweile brodelte nicht nur der Vulkan. Unser Begleiter Tatschi, Madagasse mit indischen Wurzeln und religiöser Familie, hatte uns schon während der Fahrt mit seinen seltsamen Aussagen geschockt. Ihr wollt Beispiele? Bitte schön:

Winny: "What's the difference in living conditions between La Reunion and Madagascar?"

Tatschi: "It's very different. In Madagascar you can have a girl for 5 Euros!"

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Nachdem Tatschi von den Traumberufen seiner Brüder berichtet, fragte Nelli, was seine ältere Schwester denn mache.

Tatschi: "She's married"

Die Höhenluft sorgte bei unserem Begleiter scheinbar für Höhenflüge, denn seine frauenfeindlichen Aussagen wurden blitzschnell in Taten umgesetzt. Nachdem er unsere Mädels bereits im Auto mit Bollywood-Videos und oben-ohne Fotos von sich überzeugen wollte und voller Überzeugung fragte, ob sich die beiden, denn nicht mal für ihn küssen wollen, rannte er wie ein reudiger Hund, bellend auf eines der Mädels zu und grapschde ihr voller tatkraft an den Hintern. Seine Ausrede als ich ihn zur Rede stellte war, dass er sie nur erschrecken wollte.....ohne Worte.

Der Indische Ozean ist eben nicht Sealife

Eines Sonntags fuhren wir nach Saint-Gilles. Das Glück schien uns an diesem Tag zu verfolgen. Der Busfahrer vergas uns abzukassieren und in der Strandbar genossen wir kostenfrei ein Dodo-Bier, während wir an der Bar auf einen freien Tisch warteten. Zurück im Hotel war die Sonnenterasse menschenleer, also beschlossen wir den Gemeinschaftskühlschrank mit hausgemachten Inselrum aufzufüllen und den Abend mit einer Privatparty süffig ausklingen zu lassen.

Der Wecker klingelnde 06:00 Uhr. Heute sollte es endlich soweit sein. Winnys Herzenswunsch einen Wal in seinem natürlichen Lebensraum zu beobachten, sollte endlich in Erfüllung gehen. Nach einer kurzen Einweisung ging es rauf aufs Schnellboot. Wir fuhren immer weiter raus aufs Meer. Die Wellen wurden höher und höher. Mein Bauchgefühl wechselte zwischen Lachanfällen und "Oh nein. Hier soll ich jetzt reinspringen". Dann tauchte endlich der erste Meeressäuger auf, ein Delfin. Dies war für uns und 6 weitere Teilnehmer das Zeichen. Mit einem lauten "GO, GO, GO" der Bootscrew im Hintergrund sprangen wir ins Wasser. So schnell konnte ich gar nicht nachdenken und befand mich von einer auf die nächste Sekunde mitten im Indischen Ozean. Vor Aufregung viel mir das Atmen schwer und alles was danach folgte kann ich nicht mit Worten beschreiben. Praktischer Weise gibt es ein Video zum Nachfühlen für alle Daheimgebliebenen:

Einen Wal haben wir leider nicht gefunden. Der Indische Ozean sei eben nicht Sealife, hieß es noch bei der Einweisung. Deshalb versuchen wir unser Glück in den nächsten Tagen noch einmal. Drückt uns die Daumen!

Niagarafälle

Nicht ganz so groß und beindruckend wie das Original in Nordamerika, dafür aber anmutend wie eine kleine Oase, ist der Cascade Niagara in Sainte-Suzanne. Umzingelt von Zuckerrohrfeldern und Bananenstauden verbrachten wir hier einen ganzen Nachmittag badend im eiskalten Bergwasser. Auf dem Rückweg packte uns dann irgendwie das Heimweh und wir beschlossen uns eine deftige Nudel-Gemüse-Suppe zu kochen. So wie bei Mutti in Deutschland.

Bis bald, Eure Nelli.

Piton de la FournaiseEntspannen auf der DachterasseSainte-SuzanneCascade NiagaraCascade Niagara 2

Über den Wolken

Sonntag, 11.09.2016

Der Tag beginnt ungewöhnlich früh mit der Imitation von Vogelgesang aus krächzenden Handyboxen. Einfach aufstehen und dem Vogel gehörig die Meinung geigen. Zu Spät, Nelli ist schon wach. Die Rücksäcke sind gepackt, auch sind die Vorräte vorbereitet zur Abreise. Ein Baguette, zwei Eier, zwei Bananen und eine Dose Fisch. Zu diesem Zeitpunkt gingen wir davon aus, dass uns auf dem späteren Weg noch eine Möglichkeit zum Lebensmittelerwerb begegnen würde. Nicht die einzige Erwartung, die sich im Laufe des Tages als falsch herausstellen wird. Um der Dehydration zuvorzukommen, haben wir acht Liter Wasser dabei, welche wir zu gleichen Teilen auf unsere Rücksäcke aufgeteilt haben.

Wir steigen in den ersten Bus Richtung Cilaos. Um zu unserem Zielhalt Le Bloc zu gelangen, stehen uns zwei Stunden Busfahrt bevor. Wir steigen das erste Mal in St. Louis um und genehmigen uns einen Espresso. Die Dame am Kaffeeschalter schien erst genervt von unserem Wunsch, kurz darauf befanden wir uns in einem sehr freundlichen und interessierten Gespräch über unsere Herkunft, welches nach einem Vergleich von dem aktuellen Lebensgefühl in Deutschland und dem auf La Réunion, mit lautem Gelächter endete und sich verabschiedet wurde mit dem Zusatz: "Viel Glück bei eurem Vorhaben!"

Auf dem Weg zu unserem zweiten Halt, zogen uns die Skills des Busfahrers in seinen Bann. Wie sich durch Serpentinen, Tunneln und herannahenden Verkehr geschlängelt wurde, empfanden wir als legendär. Wobei uns zugleich mit ausschließlich Kaffee im Verdauungstrakt und einem Kater kotzübel wurde. Die 500 Kurven auf dieser Strecke hinterließen ihren Eindruck. Ankunft in Cilaos. Wir haben es ohne von uns zu lassen zum letzten Umstieg geschafft und sind somit nur noch 10 Minuten von unserem Teilziel entfernt.

Le Bloc. Wir befinden uns auf einer Höhe von 1380 Meter. Frühstück. Wir entscheiden das halbierte Baguette nochmal zu vierteln, da wir ab diesem Punkt keinerlei Möglichkeiten mehr hatten an Nahrungsmitteln zu kommen. Auf geht´s. Laut Wegbeschrebung stehen uns 3 1/2 Stunden Aufstieg bis zur Berghütte Gite de la Caverne Dufour in 2478 Metern Höhe bevor. Nach zwei Stunden Aufstieg bestanden die Konversationen zwischen uns nur noch aus wüsten Beschimpfungen, Beleidigungen und Schuldzuweisungen. Noch weitere 2 1/2 Stunden trieb mich Nelli, fortan Admiral Angry, den Berg hinauf - von Schmerz geplagt, durch verschiedene Mikroklimata, die das Gemüt jedoch noch aufrecht erhielten.

Die ersten Glücksgefühle stellten sich bei Ankunft in der Berghütte ein. Wir hatten nicht reserviert. Der Schmerz nahm zu und die Aggressionen prodelten, nach der Aussage wir müssten warten bis die Reservierungen abgearbeitet seien. Admiral Angry nahm die Sache in die Hand und sprach leicht genervt einen kompetenteren Mitarbeiter auf zwei Betten an. Natürlich, in den Zelten sei noch Platz. Perfekt. Wir beziehen das Doppelstock-Bett und Begrüßen uns freundlich mit schon anwesenden tschechischen Wanderern. Schon kreisen die Schnapsflaschen gegen die Kälte. Becherovka und Slivovice. Wir waren angefixt. So langsam sammelten sich alle zum Angebot des Abendessens. Traditionelle kreolische Küche für 20€ pro Teller. Uns zu teuer. Wir essen jeweils ein Ei und trinken Dodo Bier für schlappe 3,50€ pro Flasche. Wir müssen relaxen, brauchen aber noch etwas im Magen. Admiral Angry aka Ghetto-Nelli entdeckt eine herrenlose Chipstüte, deren Inhalt sogleich in unserem Bauch landet. Leicht benebelt und zitternd - auch auf die Temperaturunterschiede waren wir schlecht vorbereitet - schlendern wir in unser Zelt und wickeln uns mit je zwei dicken Decken ein, um den Minusgraden zu trotzen.

Wir werden gegen acht Uhr nach fast zehn Stunden Schlaf wach und ringen uns dazu durch wenigstens ein Frühstück zu kaufen und zwei Kaffee. Satte 8€ für 4 Scheiben Toast. Wir brauchen Energie für unser Vorhaben. Bleibt uns für den restlichen Tag noch jeweils 1/4 Baguette.

Der Aufstieg zum Piton des Neiges führt uns über die Wolken. Wir sind so fit und voller Euphorie, dass wir den Weg in 1 1/2 statt 2 Stunden schaffen. Angekommen am Gipfel sind wir beflügelt und voller Ehrfurcht. Nach einer Viertelstunde beginnen wir den Abstieg. 1690 Höhenmeter stehen uns bevor. Die erste Hälfte lief so vor sich hin. Wir benötigten ungefähr vier Stunden für den Abstieg, wobei die letzte Stunde von weichen Knien und derben Schmerzen in Waden und Oberschenkeln geprägt war.

Ankunft am Ausgangspunkt Le Bloc. Geschafft, aber glücklich fallen wir auf die Parkbänke. Es ist mittlerweile 17:00 Uhr und wir haben nach einem kleinen Frühstück nur noch jeweils 1/4 Baguette in unseren Körpern. Dies macht sich auf der zweistündigen Rückfahrt bemerkbar. Magenknurren und Kurzschlafphasen. Kurz vor der Ankunft in St. Denis hat Nelli eine Eingebung: "Winny, heute ist Donnerstag! Pizzatag! Jede Pizza nur 5€!". Der Tag sollte doch noch mit vollen Mägen enden.

Unseren Muskelkater spüren wir noch heute, das einzige was wir in nächster Zeit schaffen werden, ist der Besuch am Strand.

Winny Vegaz und Nelli aka Admiral Angry aka Ghetto-Nelli

Infotafel am Ausgangspunkt Le BlocZauberwaldkurz vor der BerghütteBerghüttewas für eine AussichtSchlafplatzdie letzten Meter...f*ck dich VulkanHöhenflüge ausmuskelkatern Sonnenuntergang

Auswüchse eines Reisenden

Sonntag, 04.09.2016

Ich werde wach, nach dem ersten Blick, zu spät. Es ist taghell. Schrecken in den Knochen. Nur diese eine Möglichkeit diesen verflixten Flieger zum Ziel zu erreichen. Der nächste Blick Richtung Uhr simbolisiert mir Entspannung. Noch zwei Stunden bis zum Abflug. Jetzt bemerke ich IHN. Kopf, Körper, Selbsthass, den Kater vom Vortag. Es ist passiert. Selbstüberschätzung auf Profiniveau. Aber sei es drum. Alles auf Anfang. Ich denke an ein ausgiebiges Frühstück. Am Besten mit dem, womit der gestrige Abend beendet wurde. Whiskey, Mexikaner, Zigaretten und und und, natürlich drei Spiegeleier mit einer ordentlichen Ladung Tabasco. Nur um der Schmerzen Willen.

Nach diesem ausgiebigen Frühstück fühle ich mich wie der König über meinen Körper. OK, 1 1/2 Stunden bis zum Flug. Schnell Duschen. Ich stolpere Richtung U-Bahn Seestraße mitten in Wedding, Problembezirk, meinen recht wichtige Leute. Wurde mir zugetragen. Egal. Ab Richtung Tegel.

Angekommen. Currywurst und einen 1/2 Liter Bier. Sch**ß Flughafenpreise, denke ich mir. Mein Gefühl wird immer herzlicher im Gegensatz zu den Gestalten um mich herum. Also gehe ich nach den ersten Sicherheitskontrollen Richtung Duty Free Himmel. Kleine Flasche Jameson, vier Bier, los geht's. Ich geselle mich neben drei deutsch schwafelnde Glatzköpfe, die offensichtlich Richtung Oslo unterwegs sind. Angeln, Saufen und Männlichkeit. OK. Zu zwei der drei erwähnten Auswüchsen habe ich keinen Bezug. Auf Grund meines Pegels denke ich mir dennoch, dass es sich lohnt mich einzumischen. Aller Anfang ist schwer. "Na Deutschland, paar fette Fische im Norden fangen!"

Entsetzen. Stille.

Ich dachte kurz Deutschland, oder Fische... Was war das Problem? Im Laufe des Gesprächs bekomme ich mit, dass diese Menschen aus Dresden kommen und schon sehr viel Diskriminierung erfahren mussten. "Ja, in Dresden ist es für Deutsche nicht einfach..." Ich lache lautstärk und zeige mit dem Finger abwechselnd auf alle Drei. OK...

... Zum Glück trennt uns das Boarding. Nächster Stop Paris.

Gelandet am Flugahfen Charles de Gaulles. Ich warte auf den Bus Richtung Flughafen Orly. Neben mir zwei niederländische Bonzen. Zu meinem Glück, oder Pech, reden diese Englisch. Somit kann ich ihnen folgen. Börse, F*tzen, Kapital und Geld. Das ist nicht meine Welt.

"Gott" sei Dank. Aufruf zum Umstieg Richtung Orly. Die nächsten zwei Personen, die auf Grund von Transferleistungen um ihre vollkommene Strafe herumgekommen sind. Auf nimmer Wiedersehen.

Der Anschlußflug. Alles scheint gleich... Die Felder Deutschlands, Frankreichs, Afrikas... Es sieht verdammt gleich aus! Also warum meckern und nörgeln... Was die Sicht aus dem Himmel herab so wunderbar und grenzenlos scheinen lässt, zerstören die Grenzen am Boden. Egal. Ich habe ein Ziel.

Landung auf La Réunion. Ich steige in den Bus um genau dieses Ziel zu erreichen. Reggae auf der Fahrt. Ich will diese Insel nicht mehr verlassen. Ankunft in St. Denis. Ich steige aus dem Bus und da steht SIE.

Winny Vegaz

Anflug La Réunion Erstmal shoppen im Himmel Dodo Bier Litschi-Rhum Jardin de l'Etat Saint-Pierre La Réunion-die Vereinigung  Auf der Suche nach Haien

Komm' ich heut' nicht, komm' ich morgen...oder besser übermorgen

Sonntag, 28.08.2016

Diese Woche war eine sehr choatische. Neben der Suche nach einer bezahlbaren Wohnung in zentraler Lage, musste ich täglich zum DRI der Universität (Direction des Relations Internationales - Internationales Büro) um meinen Studentenausweis, meine Log-in Daten und eine Immatrikulationsbescheinigung zu bekommen. Montag wurde ich auf Dienstag vertröstet, Dienstag auf Mittwoch usw. Es hieß immer nur "demain" (morgen). Ich war ziemlich sauer, da die sinnlosen Fahrten zur Uni zeit- und kostenintensiv waren. Bei der zentralen Einführungsveranstaltung am Freitag hoffte ich dann nun endlich meine Unterlagen zu bekommen, aber Pustekuchen, sie waren immer noch nicht fertig. An dem Punkt konnte ich mein Temperament nicht mehr zurück halten und herrschte die verantwortliche Mitarbeitern an, dass ich die Sachen dringend brauche und die Uni doch schon seit Monaten weiß das wir Austauschstudenten kommen. Rotzfrech fragte diese dann nur, wozu ich die Unterlagen brauche....Da fehlten mir die Worte. Die werte Dame weiß doch genau wozu ein Student diese Dinge braucht (Anmeldungen zu Vorlesungen, Sportkursen/Exkursionen, Beantragung des Semestertickets und nichtzuletzt, um in der Mensa ein warmes Essen für 3 € statt für 9€ zubekommen) Nun hoffen einige andere Studenten und ich darauf das diese Desorganisation kommenden Montag ein Ende nehmen wird...es bleibt aber spannend.

Natürlich gibt es, aber auch positive Dinge zu berichten. Der Uni-Campus ist wunderschön: überall Palmen, bunte Blüten und ein atemberaubender Blick aufs Meer erleichtert das Lernen. Das Angebot an Kursen ist groß und die Studenten hier alle freundlich und hilfsbereit. Folgende Kurse werde ich belegen:

  • Französisch als Fremdsprache
  • Übersetzung Französisch ↔ Englisch
  • Sprachkurs Kreol
  • Réunion: Umwelt, Kultur und Gesellschaft
  • Sozialgeographie: Erbe und Stadt im Indischen Ozean (Réunion, Madagaskar, Komoren, Mauritius, Seychellen)
  • Sozialgeographie: Grundlagen der Inselregionen

Eine weitere gute Nachricht ist, dass ich eine winzig kleine Wohnung im Stadtzentrum gefunde habe. Dort kann ich im September einziehen. Diese gute Nachricht habe ich dann auch gleich mit einem Ausflug zum Traumstrand von L'Ermitage les Bains gefeiert.

  Verwaltungsgebäude der Universität Campus Einführungsveranstaltung  Ani,Lisa und ich und noch mehr Mädels Strandbar Strandbar 2Ab ins Wasser... Strand L'Ermitage les Bains  Sonnenuntergang Sonnenuntergang in Saint-Denis

In der nächsten Woche beginnen die Kurse und ich freue mich sehr auf besonderen Besuch aus Deutschland. Davon aber später mehr ;-)

 

Die ersten Tage in der Hauptstadt

Sonntag, 21.08.2016

Nach einem langen Flug ohne Schlaf bin ich nun endlich in Saint-Denis angekommen. Ich bin sehr froh, dass ich nicht ganz allein war, denn bereits am Flughafen in Berlin habe ich Saskia und Jonathan kennengelernt, die auch ein Semester an der Université de la Réunion verbringen werden. Angekommen in meinem kleinen und sehr gemütlichen Ferienzimmer musste ich erstmal den fehlenden Schlaf nachholen. Lange hat es mich aber nicht im Bett gehalten. Zu verlockend ist die bunte Stadt direkt am Indischen Ozean. Auf den ersten Blick ist Saint-Denis eine sehr touristische Stadt: Shoppingmeilen, Sternehotels und Strandrestaurants. Doch weiter oben in den Bergen trifft man viele Einheimische, die stets mit einem Lächeln im Gesicht und einem freundlichen "Bonjour" grüßen.

 

Ankunft am Flughafen. Die Landebahn ist gleich neben dem Ozean und sobald man aus dem Gebäude rausgeht, bekommt man Lust in den Bergen zu Wandern

Flug1 Flug2

Die Hauptstadt Saint-Denis. Fußgängerwege gibt es nur an den großen Hauptstraßen. Ansonsten muss man sich entlang der parkenden Autos langschlängeln.

SD1Typisch kreolisches HausAltes Rathaus Skate ParkHinduistischer Tempel Tamoul

In der kommenden Woche werde ich das Studentenleben in Sainte-Clotilde (Stadtteil in dem die Uni ist) erkunden und Euch darüber berichten.

Bis bald, Eure Nelli im Tropenparadies

La Réunion - Tropenparadies im Indischen Ozean

Mittwoch, 20.07.2016

In weniger als 4 Wochen sitze ich im Flieger zum anderen Ende der Welt. 16 Stunden, über 10.000 km nach La Réunion... Wer? Wie? Wo? Was? Fragt ihr Euch nun sicherlich. Da Réunion eine kleine, weitesgehend unbekannte Insel ist, möchte ich nun allen Daheimgebliebenen einige interessante Fakten geben.

  • La Réunion liegt zwar geographisch gesehen in Subsahara-Afrika, ist jedoch ein französisches Überseedepartment, also französisches Staatsgebiet und damit zur EU gehörend.
  • Gesprochen wird hier Französisch. Allerdings sprechen die Einheimischen im Alltagsleben eher Kreol, Tamil, Chinesich und Komorisch.
  • Die Nachbarinseln sind Magagaskar, Mauritius, Rodrigues und die Agalega-Inseln.
  • La Réunion bedeutet übersetzt "die Vereinigung" oder auch "die Sammlung" und wahrlich verfügt die Insel über eine unvorstellbare Vielfalt der Vereinigung: Inder, Afrikaner, Chinesen und Europäer bilden eine multikulturelle Gemeinschaft. Einzigartig auf unserer Erde.

Die Vielfalt spiegelt sich auch in der Natur wieder: Vulkane, Lagunen, Korallenriffe, Buckelwale....das alles möchte ich mit Euch in diesem Reiseblock teilen.

 

Bald geht es los

Freitag, 08.07.2016

Bevor wir uns bald von Nellis Abenteuern in der großen weiten Welt verzaubern lassen, noch ein paar Grüße von den Daheimgebliebenen...

    "Ein Schiff ist im Hafen am sichersten.

     Aber das ist es nicht, wozu Schiffe gebaut werden."

                                                                                                                            Paulo Coelho

♥ Komm heil wieder und in der Zwischenzeit, unterhalte uns hier :) Viel Spaß am anderen Ende der Welt, Sarah und Lydiger

Nur das Beste von den Besten und halt de Ohren steif meine liebe Nell. Wir hoffen du erlebst ne fette Zeit. Deine Amy und dein Matze. SWASTIKA-P.I.C.

isch liebe disch WINNY

Keine Macht den Drogen und immer schön lernen!! Mauki

Gewünscht wird viel Sonne, tolle Erfahrungen und die Sichtung von Delfin- bzw Walbabys!! Deine kleene Joooooosi !! Larf uuu 

gelobt sei die Sonne liebe nelli alles gute von Ilk un Jule

Sehn wir uns nicht auf dieser Welt, dann sehn wir uns in Bitterfeld.
Bleib dir treu liebe Nelli :) Richie

Liebe Nelli, genieß die Zeit, die Leute und das Land. Mach was drauß :) Pog

Nelli, meine, allet liebe un jute und ganz viel schönes auf der Insel. Komm gesund wieder und bleib sauber, Hannes.

Wir wünschen dir vom Herzen, dass du verzaubert wirst, wunderbare Menschen kennenlernst und die herrliche Natur genießen kannst. Psst: wenn du mal von A nach B laufen musst und nicht weißt, wohin mit deinen geistigen Energien: schau ab und an mal ins Grüne: es gibt wunderschöne Gottesanbeterinnen auf Rèunion. Falls dir eine begegnet: Foto nicht vergessen (für Chris^^). Liebe Nelli, wir wünschen dir eine wundervolle Zeit, es ist bestimmt eine Zeit, an die du dich noch lange erinnern wirst. Be happy, Chris und Rike